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Pat Portenier: Einblicke

Ausstellung im KunstRaumRhein

16. März bis 27. April 2019

Flyer
Vita
Webseite von Pat Portenier

Ausstellung

Vernissage:16. März 2019, 15-19 Uhr
Öffnungszeiten:Mi, Do, Fr 16-19 Uhr
Sa 14-17 Uhr
Der Künstler ist jeden Samstag anwesend
Weitere Termine auf Anfrage
Eintritt:Frei
Finissage:         
27. April 2019, 15-19 Uhr
Kuratorin:        ddeimann
Kontakt:           Email 
Tel.+41 79 904 90 69
Anfahrt:            KunstRaumRhein

Vorschau

Zur Kunst von Pat Portenier

Pat Porteniers Interesse folgt einer Tradition des prozesshaften Arbeitens der freien Assoziation. Wie der Betrachter den Bildern entnehmen kann, zeigt uns Pat Portenier den Verlauf seines Arbeitsprozesses im surrealistischen Sinne auf. Er hat die Kräfte des Unterbewussten wirklich verstanden und nutzt sie aktiv. „Irgendwie weiss man“, sagt Breton im November 1922, „was meine Freunde und ich unter Surrealismus verstehen. Dieses Wort, das wir nicht erfunden haben und als überaus vage, fragwürdige Vokabel hätten bestehen lassen können, wird von uns in einem ganz präzisen Sinn gebraucht. Wir bezeichnen damit einen bestimmten psychischen Automatismus, der dem Traumzustand recht nahe kommt, ein Zustand, der sich heutzutage nur äusserst schwer umschreiben lässt.“ [1] Diese Art der Malstrategie setzt der Künstler Pat Portenier immer wieder ein. Diese Strategie knüpft zwar an das Erbe der Surrealisten und Phantasten an, könnte aber aus zeitgenössischer Perspektive auch als Medium beschrieben werden. Sein Werk ist eine Sammlung von Einblicken und Auszügen aus der Dichte und dem Chaos seines Gedankenguts. Das Pendeln zwischen scheinbar Realem und der imaginären Parallelwelt entsteht durch die ernsthafte Beschäftigung mit menschlichen  Abgründen. Das Schöne und das Schreckliche – diese Begriffe stehen nahe beieinander. Mit viel Hintersinn spricht Porteniers Malerei zum Betrachter und eröffnet Letzterem ein grosses Assoziationsnetz, in dem sich jede/r verstricken kann. Dies zeigt sich in Überlegungen und Notizen zu den gezeigten Werken, sind wichtige Zeugen einer eigenen intuitiven Struktur, welche sich im Geiste des Künstlers meist parallel zum Malen entwickelt. Als phantastischer Maler seiner Suggestion erschafft Portenier amorphe Figuren, Gegenstände und Landschaften und macht sie sich zu eigen. Dadurch entsteht Kunst, bei der stilistische Fragen obsolet werden, denn ihre Wirklichkeit ist Wirken.

Anna Flavia Barbier

 [1] André Breton, „Entrée des médiums“ Les pas perdus, 1924.

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